Wie oft sollte ein Unternehmen 2026 wirklich posten?
- Kerstin Oberzaucher

- 12. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Die häufigste Frage in meinen Gesprächen mit Unternehmen – und die ehrliche Antwort ist unbequemer als jede Faustregel.
Kerstin, gibt es die ideale Posting-Frequenz?
Nein, aber es gibt ein Prinzip, das wichtiger ist als jede Zahl: Konsistenz schlägt Intensität. Dreimal pro Woche über Monate ist besser als täglich für zwei Wochen und dann Funkstille. Sichtbarkeit entsteht durch Wiederholung – Algorithmen und Menschen belohnen Verlässlichkeit.
Trotzdem: Womit sollen Unternehmen kalkulieren?
Als Orientierung aus meiner Praxis: Ideal sind 3–5 Beiträge pro Woche auf dem Hauptkanal, davon der Großteil Kurzvideo, ergänzt um andere Formate wie zB Carousels und Stories für die tägliche Präsenz. Aber: Diese Zahl ist nur erreichbar und sinnvoll, wenn ein System dahintersteht. In der Praxis wird diese Frequenz leider meistens nicht umgesetzt.
Was meinst du mit System?
Serienformate. Statt jede Woche fünf neue Ideen zu suchen, entwickelst du zwei, drei wiederkehrende Formate und füllst sie. Das macht Content planbar statt zufällig, schafft Wiedererkennbarkeit und senkt den Produktionsaufwand massiv. Die Frage ist dann nicht mehr „Was posten wir morgen?", sondern nur noch „Welche Folge kommt als Nächstes?".
Und wenn die Qualität unter der Frequenz leidet?
Dann ist die Frequenz zu hoch – aber Vorsicht mit dem Perfektionismus-Argument: Die große Mehrheit der Social Media User finden authentisch wichtiger als perfekt. Ein ehrliches Handy-Video, das eine echte Frage beantwortet, schlägt den aufwendigen Hochglanz-Clip, der nichts zu sagen hat. Emotion vor Ästhetik, Frequenz vor Perfektion, aber niemals Beliebigkeit.
Fazit: Poste so oft, wie du es dauerhaft durchhältst – und baue dir Serienformate, die das Durchhalten leicht machen.
Du brauchst ein Content-System statt Content-Stress?



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